Umgang mit Filmdrehs während Covid-19 (Coronavirus)

Aufgrund der momentanen Situation der Coronakrise sind landesweit Produzenten und Filmschaffende auf gültige Informationen zu Dreharbeiten in ihrer Region angewiesen – natürlich auch in Baden-Württemberg.

Aktuell gibt es keine allgemeingültige oder landesweite Regelung. Sollten Fragen zu Dreharbeiten in Land- und Stadtkreisen oder Kommunen in der Region Neckar-Alb (Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb) aktuell werden, kann sich telefonisch oder per Mail unter  info@film-neckaralb.de an die Film Commission Region Neckar-Alb gewandt werden. Wir werden mit den zuständigen Ansprechpartnern verbinden oder mit Alternativen weiterhelfen.

Die Landesregierung Baden-Württemberg gibt stetig aktualisierte Corona-Verordnungen auf der Website bekannt. Dreharbeiten im öffentlichen Raum dürfen unter Einhaltung der Hygieneverordnungen mit bis zu 20 Personen stattfinden.

Finden Dreharbeiten im privaten Raum statt, gilt nach § 3 II CoronaVO bis zum 31. Juli die Beschränkung auf max. 100 Personen, bei Familien können es mehr sein. Allerdings ist hier der Ausnahmetatbestand des § 3 III CoronaVO zu berücksichtigen, der von dem 100-Personen-Verbot befreit, wenn dies zur Aufrechterhaltung des Arbeits- und Dienstbetriebs erforderlich ist. Nach aktueller Information vom Amt wird auch bei Dreharbeiten auf privatem Gelände empfohlen, sich vorab bei der Infektionsschutzbehörde zu melden und nach der Durchführbarkeit des Vorhabens anzufragen. Dies dient vor allem auch der Haftungsfrage, falls sich am Set doch jemand infizieren/krank werden sollte. Bestenfalls erhalten Sie vom Amt eine kurze Bestätigung „Dreh kann so durchgeführt werden“, dann dient das auch für Sie als Sicherheit.Wir können nur bitten, auf den gesunden Menschenverstand zu hören, Dreharbeiten in größeren Teams zunächst zu unterlassen und sich bewusst zu sein, dass die Gesundheit aller an erster Stelle steht.

Die Film Commissions der Regionen orientieren sich in Bezug auf ihre Betriebsabläufe an den Vorgaben der Gesundheitsbehörden und der Landesregierung. Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen werden von uns umgesetzt. Unsere Termine und Veranstaltungen sind daher bis auf weiteres abgesagt. Wir sind telefonisch und per E-Mail jedoch wie gewohnt erreichbar.


 

 

 

  

Maßnahmen für sicheres Drehen während der Coronapandemie

Dreharbeiten während der Corona-Pandemie setzen Filmschaffende einem erhöhten Gesundheitsrisiko aus. Es ist im Interesse aller, Filmschaffenden den bestmöglichen Gesundheitsschutz auch im Bereich der Filmproduktion zu garantieren.

In den letzten Wochen haben sich zu diesem Thema unterschiedliche Verbände gute Gedanken gemacht und mögliche Maßnahmenkonzepte entwickelt. Aufgrund der dynamischen Lage können sich die Konzepte ständig ändern. Vorgaben der Gesetzgeber sind  von Land zu Land sowie Stadt zu Stadt unterschiedlich. Grundsätzlich ist es hilfreich, sich bei der Planung von Filmproduktionen (egal ob im öffentlichen Bereich oder auf Privatgelände) vorab mit den zuständigen Behörden abzusprechen. In den meisten Fällen sind das die Ordnungsämter. Gerne helfen wir als Film Commission euch auch, den richtigen Ansprechpartner zu finden. Die aktuellsten Versionen der Konzepte findet ihr immer auf den unten angegebenen Websites.

Hilfreich kann es außerdem sein, für sein Projekt eine „Selbstverpflichtung zur Einhaltung der Hygieneregeln“ aufzustellen. Dazu haben wir exemplarisch für euch ein paar Punkte zusammengefasst, auf welche man achten sollte:

 

Diese kleine Merkliste bitte für eure jeweiligen Projekte anpassen/ergänzen und am besten bei einer Beantragung bei den Behörden mit einreichen, sowie an alle Teammitglieder verteilen. Damit ist dann jeder über die aktuellen Produktionsabläufe informiert und verpflichtet sich mit seiner Unterschrift, diese auch einzuhalten.

Weitere Maßnahmenempfehlungen für sicheres Drehen während der Coronapandemie:

Der Maßnahmenkatalog der Initiative "Wir wollen drehen - aber sicher!": https://kinematografie.org/service/initiative_wir_wollen_sicher_drehen_06052020.pdf

Ein weiteres Maßnahmenkonzept hat die Initiative "Wir sind 1 Team" zusammengetragen: https://www.wirsind1team.de/

Im Anhang findet ihr einen Flyer zur Corona Setiquette von https://safe-on-set.de/  Dort werden auch Hygiene-Coachings für Medienschaffende angeboten.

Der Verband der europäischen Film Commissions (EUFCN) hat auch einige Richtlininen veröffentlicht: https://eufcn.com/wp-content/uploads/2020/05/RISK-PROTECTION-AGAINST-CONTAGION-OF-SARS-COV-2-DURING-FILMING_EUFCN.pdf

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat ebenfalls allgemeine Richtlinien für Arbeitsplätze veröffentlicht. https://www.ffhsh.de/download/97_Sonstiges/1__SARS_CoV_2_Arbeitsschutzstandard___Bundesministerium_fuer_Arbeit_und_Soziales.pdf

Außerdem gibt es natürlich noch Hinweise der Berufsgenossenschaft, die sehr hilfreich sind:

https://www.bgetem.de/arbeitssicherheit-gesundheitsschutz/brancheninformationen1/Feinmechanik/filmproduktion
https://www.bgetem.de/presse-aktuelles/themen-und-geschichten/coronavirus-disease-2019-covid-19/branchenspezifische-praeventionsmassnahmen/filmproduktion

Regeln für Dreharbeiten werden etwas gelockert

Keine präventive Quarantäne mehr bei Filmproduktionen.

Im Mai hat die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) einen Arbeitsschutzstandard für Filmproduktionen veröffentlicht, durch den das sichere Drehen wieder möglich werden sollte. Jetzt werden diese Regeln etwas gelockert, das hat die Berufsgenossenschaft gegenüber der Nachrichtenagentur dpa bestätigt. So müssen Schauspielerinnen und Schauspieler, die sich beim Dreh zu nahe kommen, etwa bei Kuss-Szenen, vor der Produktion nicht mehr in eine fünftägige Quarantäne.

Dennoch gibt es auch künftig eine fünftägige Schutzzeit, in der es den Personen verboten ist, auf Partys oder ins Schwimmbad zu gehen. Wenn in diesen Tagen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, muss zudem eine FFP2-Schutzmaske getragen werden, berichtet die dpa. So soll das Infektionsrisiko am Set auch künftig so niedrig wie möglich gehalten werden.

Wenn Personen am Set aber nur wenig miteinander zu tun haben, als Richtwert gelten 15 Minuten über den Tag verteilt, reichen allgemeine Hygieneregeln und Eingangskontrollen mit der Überprüfung von Symptomen. Wenn die Personen längeren Kontakt haben, gibt’s zwei Corona-Tests pro Woche. Der wirklich enge Körperkontakt, etwa durch Kuss- oder Kampfszenen, ist dann die höchste Stufe des Sicherheitskonzepts.

Nach und nach laufen immer mehr Produktionen wieder an. Inzwischen hat auch die Politik reagiert und einen Ausfallfonds für Kinofilme und High End Serien aufgesetzt, der 50 Millionen Euro schwer ist. Aber auch darum gibt es Streit, weil klassische TV-Produktionen darüber nicht versichert wären. Bayern und NRW haben zusätzliche Töpfe angekündigt, die auch diesen Bereich abdecken sollen. Produzenten wie Landespolitiker kritisieren diesen Flickenteppich und fordern eine einheitliche, bundesweite Lösung.

Quelle: DWDL.de



  

Coronasoforthilfeprogramm des Wirtschaftsministeriums BW

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm erstellt. Unternehmen und Selbstständige, die aufgrund der Coronapandemie in Liquiditätsengpässe kommen, können zur Überbrückung bis zu 30.000 € Soforthilfe erhalten. Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses, ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten.

Antragsberechtigt sind Unternehmen oder Selbstständige mit Hauptsitz in Baden-Württemberg. Alle weiteren Informationen zum Soforthilfeprogramm finden Sie hier. Der Link zur Antragstellung ist hier.

Außerdem hat das Wirtschaftsministerium auch eine Corona-Hotline eingerichtet, an die sich Unternehmen mit Fragen zur Geschäftsschließung und Hilfsangeboten wenden können. Außerden gibt es eine informative Übersicht über die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten der L-Bank und Bürgschaftsbank Baden-Württemberg.

 



  

Infokatalog der MFG BW

Eine Übersicht der Unterstützungsmöglichkeiten für Filmschaffende auf der Webseite der Filmförderung der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg: https://film.mfg.de/service/corona-krise/



  

Unterstützungshilfen für kreativwirtschaftliche Unternehmen

Hier finden Sie weitere Informationen zu Unterstützungshilfen für kreativwirtschaftliche Unternehmen: https://film.region-stuttgart.de/aktuelles/meldung/unterstuetzungshilfen-fuer-kreativwirtschaftliche-unternehmen.html



  

Stellungnahmen von Verbänden

Verschiedene Stellungnahmen von Verbänden zur Coronakrise können Sie hier nachlesen: https://film.region-stuttgart.de/aktuelles/news.html und https://film-neckaralb.de/news/

 

 

 

Informationsangebot der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart

Neben der MFG hat auch die WRS eine sehr praktische Übersicht über finanzielle Hilfen zusammengestellt: https://wrs.region-stuttgart.de/informationen-zu-corona.html

   

 

 

Wir suchen dich!

 

HYGIENEBERATER

Aktuell fragen immer mehr Filmproduktionen uns nach Hygieneberatern für Filmsets an.

Wir sind momentan auf der Suche nach #localplayern. Ihr habt euch in letzter Zeit intensiv mit Hygienekonzepten beschäftigt, habt Erfahrung in dem Bereich und seid im Film tätig? Meldet euch bei uns!

Ihr werdet dann von uns weiterempfohlen, falls Produktionen nach Hygieneberatern suchen. Schreib uns am besten eine E-Mail an info@film-neckaralb.de und komm mit uns ins Gespräch

!#supportyourlocalHYGIENEBERATER #supportyourlocals

 

 

  

 

 

  

Masken & Schutzkleidung in der Region Neckar-Alb

Mit der aktuellen Lage werden Schutzmasken & Schutzkleidung immer wichtiger und immer mehr Unternehmen produzieren diese auch. Ein Beispiel ist die Agentur die Kavallerie, die letztes Jahr mit der Film Commission Region Stuttgart in Cannes waren. Mit ihrer Kunststoffmaske EVERMASK versorgen sie Unternehmen und Privatpersonen mit Masken.

Eine praktische Übersicht über Einkaufsmöglichkeiten von Schutzmasken in den Kreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb hat die Südwestpresse veröffentlicht: https://www.swp.de/suedwesten/staedte/reutlingen/corona-reutlingen-ueberblick_-wer-liefert-masken_-woher-bekomme-ich-einen-mundschutz_-45661503.html